Rohrzentrifugen werden hauptsächlich zur Trennung schwer trennbarer Suspensionen eingesetzt. Sie eignen sich besonders für die Trennung von Fest-Flüssig-Suspensionen mit geringer Konzentration, hoher Viskosität, feinen Partikeln und sehr geringer Dichtedifferenz zwischen den beiden Phasen. Beispiele hierfür sind die Klärung von Kräuterextrakten, verschiedenen Arzneilösungen, flüssigen Arzneimitteln und oralen Flüssigkeiten, die Extraktion von Farben und Farbstoffen sowie verschiedener Proteine, Algen und Fruchtgele. Weitere Anwendungsgebiete sind die Reinigung von Gummilösungen, Steinkohlenteer, Graphit, Saponinen, Pektinen, Sirupen, Impfstoffmyzelien und Glucosen aller Art; die Raffination von Harzen und Latex, die Gewinnung von Superoxid-Oxidase (SOD), verschiedenen Eiweißen und Seifenglucosiden.
Die Rohrzentrifuge besteht aus Maschinenkörper, Antrieb, Trommel, Auffangwanne und Einlasslager. Auf der Trommel befindet sich die flexible Spindel, am Boden das gedämpfte Gleitlager. Die Spindel ist über einen Puffer am Kupplungssitz mit dem Antriebsrad verbunden. Der Motor überträgt die Kraft über einen Keilriemen und ein Spannrad auf das Antriebsrad, wodurch dieses mit hoher Geschwindigkeit um seine eigene Achse rotiert und ein starkes Zentrifugalkraftfeld erzeugt. Das Material wird durch den Flüssigkeitseinlass am Boden in die Trommel eingefüllt. Die Zentrifugalkraft drückt die Klärflüssigkeit an der Innenwand der Trommel nach oben, bis sie durch den Auslass abfließt. Die Feststoffe in der Trommel werden nach dem Abschalten der Maschine manuell entfernt.